von Klaus H. Dieckmann. Die meisten europäischen Sprachen sind einer Sprachfamilie zugehörig, der indogermanischen Sprachfamilie, die vom Westen Europas bis nach Indien, also tief nach Asien reicht. Daneben gibt es noch die uralische Sprachfamilie mit dem Finnischen, Ungarischen und die altaische Sprachfamilie mit dem Türkischen. Das Baskische, das über bestimmte geografische Namen in Europa nachweisbar ist, gehört keiner dieser Sprachfamilien an. Es ist eine der Ursprachen Europas und befindet sich auf dem Rückzug aus der Geschichte. Auch durch die vielen Attentate im Baskenland lässt sich dieses Entwicklung nicht stoppen, erzeugt im Gegenteil nur Abscheu und wenig Attraktivität, sich mit den Basken und ihrer sehr ungewohnten, aber doch interessanten Sprache zu befassen. Oder wer will mit Leuten zusammenleben oder sie als Tourist besuchen, wenn er um sein Leben fürchten muss?
Das Deutsche ist keine "typisch" indogermanische Sprache mehr, denn es hat sich von den übrigen Sprachen dieser Familie infolge von zwei Lautverschiebungen stark abgesetzt. Seine Wörter sind für Laien nicht mehr als verwandt mit den "typischen" indogermanischen Sprachen erkennbar, oder wer erkennt auf den ersten Blick, dass deutsch "Fuß" mit dem lateinischen "pes (pedis)" verwandt ist?
Bekanntlich hatten deutsche Wissenschaftler, Ideologen und das deutsche Volk vor nicht allzu langer Zeit gemeint, sie seien die wahren "Arier", also die Indogermanen in persona. Wenn man schon diesen Begriff gebraucht, sollte er dann auf die Völker angewandt werden, die sich als solche noch heute in ihrem Ländernamen bezeichnen, nämlich der Iran und Irland. Gerade diejenigen, die sich am weitesten sprachlich von ihren Ahnen entfernt hatten, wünschten sich das, was sie längst verloren hatten...
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© 2009 Nu redakzonu d'magazinu Jurnalu d'Europu (JE)
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